Geschrieben von am 10. Dezember 2015

Mechanischer Substrataufschluss zur Steigerung der Biogasausbeute

Neben den Enzymen ist der mechanische Aufschluss von Substraten am weitesten verbreitet. Mechanischer Aufschluss der Substrate wird schon immer im Biogasanlagenbetrieb eingesetzt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Substrat zerkleinert werden kann:

  • Bei der Gülle haben die Tiere den Aufschluss gemacht,
  • bei der Silage der Häcksler während der Ernte.
  • Ein darüber hinausgehender Aufschluss erfordert erheblichen Aufwand an Energie und Verschleiß…
Geschrieben von am 10. November 2015

Über den Sinn von Aufschlussverfahren zur Biogasertragssteigerung

Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten werden viele „neue” Verfahren entwickelt und propagiert, um die Biogasausbeute aus den Substraten zu steigern. Die bekanntesten Techniken am Markt sind

  • Enzymeinsatz zum Aufschluss und zur Viskositätsminderung
  • mechanischer Aufschluss durch Zerkleinerer oder Extruder
  • Ultraschallaufschluss
  • thermischer Aufschluss durch Erhitzen.

Ich habe mir alle diese Techniken angesehen und sie bewertet. Teilweise habe ich eigene Untersuchungen durchgeführt, mich mit Kollegen…

Geschrieben von am 11. Oktober 2015

Sinn und Notwendigkeit der Spurenelementzugabe

Mikronährstoffe oder Spurenelemente (das sind meist Schwermetalle) werden in allen Biogasanlagen benötigt. Die Mikronährstoffe sind die zentralen Atome in den Enzymen, welche die Methanbakterien bilden müssen, um Biogas erzeugen zu können. Ohne Mikronährstoffe gibt es auch kein Biogas.

Ein Teil der benötigten Mikronährstoffe wird meist mit dem Substrat geliefert. Wenn mit dem Substrat weniger geliefert wird als die…

Geschrieben von am 27. September 2015

Übersäuerung des Fermenters

Eines der teuersten Probleme beim Betrieb von Biogasanlagen ist die Übersäuerung des Fermenters. Ist die Fermenterbiologie übersäuert, kann es u.U. Monate dauern, bis die Anlage wieder auf Leistung ist und die geplanten Erlöse wieder fließen. Daher ist es besonders wichtig, die Fermenterbiologie kontinuierlich zu überwachen und bei sich abzeichnenden Problemen schnell und richtig zu reagieren.

Die Ursache einer…

Geschrieben von am 13. September 2015

TRGS 529 und Biogasadditive – Prüfen hilft Sparen

Mit Einführung der „Technischen Regeln für Gefahrstoffe 529“ Anfang diesen Jahres haben sich für Betreiber von Biogasanlagen einige Neuregelungen ergeben. Neben Vorgaben im technischen Bereich wird der Umgang mit Zusatz- und Hilfsstoffen detailliert angesprochen. Bisher gab es im Umfeld der Biogasadditive nur eine geringe Regelungstiefe, so dass sich für Betreiber und Händler rechtliche Themen in gut überschaubarem Rahmen hielten. In der aktuellen Situation spart die rechtzeitige Berücksichtigung der für Spurenelementprodukte geltenden Bestimmungen oft Aufwand und Kosten.

Geschrieben von am 30. August 2015

Analyse der Spurenelementversorgung von Biogasanlagen – Teuer und sinnlos?

Die Analyse der Mikronährstoffkonzentrationen im Fermenter liefert keine brauchbare Aussage über den Versorgungsstatus der Fermenterbiologie. Diese Kosten können gespart werden. Der Einsatz individueller Mischungen ist nicht sinnvoll, da der Versorgungsstatus nicht sinnvoll bestimmbar ist. Eine sichere Mikronährstoffversorgung der Fermenterbiologie ist nur durch korrekte Zugabe eines definierten Produktes, orientiert am Wachstum der Bakterienpopulation möglich.

Geschrieben von am 16. August 2015

Meine Geschichte mit dem Mikronährstoffeinsatz in Biogasanlagen

Der Einsatz von Mikronährstoffen oder essentiellen Spurenelementen wird von uns seit über 25 Jahren verfolgt und entwickelt. Die Erfahrung zeigt, dass Mikronährstoffe wie Acinor 1000 in allen Anlagentypen, auch beim Einsatz von Gülle, zur Verbesserung der Prozeßstabilität führen. Hohe Raumbelastungen sind nur mit Zugabe von Mikronährstoffen machbar.

Geschrieben von am 19. Juli 2015

Selbsterwärmung und Fermenterkühlung

Als ich 2005 damit begann, die ersten hoch belasteten (Raumbelastung 8-10 kg oTS/cbm/d) Biogasfermenter zu bauen und in Betrieb zu nehmen, trat ein unerwartetes Phänomen auf – im Sommer wurden die Fermenter von alleine warm, ohne dass die Heizung eingeschaltet war. Das eigentliche Problem lag darin, dass der Temperaturanstieg so schnell war, dass die Biologie umkippte. In…

Geschrieben von am 10. November 2014

Der Einfluss der Temperatur bei der Biogasproduktion

Ist es nicht recht unlogisch, dass es zwischen 40 und 50 °C keine Bakterien geben soll, die sich optimal an dieses Temperaturfenster angepasst haben? Ich weiß mittlerweile, dass die mesophil – thermophil – Lehre falsch ist, auch wenn sie selbst in neuesten Richtlinien einmal mehr abgeschrieben wurde. Ich betreibe Biogasanlagen seit mehr als 15 Jahren mit Fermentertemperaturen zwischen 30 °C und 55 °C und sehe keinerlei Unterschiede in Methanausbeute und Prozessstabilität.